Ein paar Tage im slowenischen Soča-Tal, ein analoger Film und eine Crew, die mehr Familie als Team ist.
Es gibt riesige Festivals mit gigantischen Leinwänden und Bändchen, die man per App auflädt. Und dann gibt es Punk Rock Holiday: ein kleines Festival versteckt in den Bergen Sloweniens, wo der Fluss so klar ist, dass er unecht wirkt, und man jeden Morgen mit demselben Gedanken aufwacht: „Sind wir wirklich hier?"
Dieses Jahr waren wir Peter, Alan, Fran, Nil und Viktor. Wir hatten Socken zum Verkaufen dabei, eine Analogkamera für die Erinnerungen und keinerlei Absicht, viel zu schlafen.
Als wir den Film entwickelt haben, ist uns etwas aufgefallen: Auf den Fotos sind kaum Socken zu sehen. Da sind wir. Und genau das wollen wir erzählen.
🏔️ Ankommen und sprachlos sein


Das erste Bild auf dem Film ist das klassische Gruppenfoto: alle in einer Reihe, Sonnenbrillen auf, Arme über den Schultern, und dahinter grüne Berge, die nicht ins Bild passen. Wir haben drei gemacht – auf dem ersten winkt jemand, auf dem zweiten macht einer das Peace-Zeichen, und beim dritten konnte niemand mehr ernst bleiben.
Keins ist perfekt geworden. Alle drei sind unsere Lieblingsfotos.
🍳 Die punkigste Küche Sloweniens



Ein Flightcase voller Sticker, ein Campingkocher, eine Pfanne, die schon einiges erlebt hat, und ein Stapel Paletten als Tisch. Das war unser Backstage.
Nil hat die Küche vom ersten Tag an übernommen – im Shirt, das alles zusammenfasst: 2011 ✓, 2012 ✓ … Jahr für Jahr abgehakt, und am Ende ein „WANT MORE!!!". Eier, Kaffee aus der Espressokanne, Aufschnitt, Mayo aus der Tube und alles, was sonst noch im Karton war.
Eines Abends hat Nil Burger gemacht. Am nächsten Morgen lehnte ein Pappteller am Karton: „Thanks for the burgers ♥ – Peter + Viktor". Mehr muss man über diese Crew eigentlich nicht wissen.
💪 Improvisiertes Fitnessstudio

Wer braucht ein Fitnessstudio, wenn es Absperrgitter gibt? Fran hat jedes Metallgitter zur Klimmzugstange gemacht. Barfuß, in Shorts und mit Publikum: einer schaut im Stehen zu, ein anderer sitzt hinter dem Gitter mit einem „Echt jetzt?"-Gesicht. Ja, echt jetzt.
🌊 Der Fluss, der alles heilt

Wer zu Punk Rock Holiday fährt, kennt die ungeschriebene Regel: Den Kater kuriert man im Fluss. Das Wasser der Soča ist eiskalt und so türkis, wie wir es noch nie gesehen hatten. Leute auf Schwimmringen, auf SUP-Boards, auf den Steinen ausgestreckt … und wir bis zur Hüfte im Wasser, ohne jede Eile, wieder rauszukommen.
🎧 Wo die Party ist

Wenn die letzte Band auf der Hauptbühne fertig ist, geht Punk Rock Holiday nicht ins Bett. Es wechselt nur die Adresse.
Zuerst gibt es die Silent Disco: eine Menge mit Kopfhörern, die lauthals Songs mitsingt, die sonst niemand hört, und mitten im Refrain den Kanal wechselt. Von außen sieht das absurd aus. Von innen ist es eine der besten Partys der Woche.
Dann gibt es die Partys im Wald – die, die man findet, wenn man der Musik zwischen den Bäumen folgt. Man weiß nie so genau, wer sie organisiert, aber man weiß immer, dass man bis zum Schluss bleibt.
Und dann ist da das Tropicana, wo wir das offizielle American Socks DJ-Set gespielt haben. Ein Raum voller Freunde, Bands und Leute, die wir erst am selben Nachmittag kennengelernt hatten, und alle springen zu unseren Songs: einer dieser Momente, über die wir bis zum nächsten Sommer reden werden.
🌙 Was nachts passiert (und was morgens übrig bleibt)



Blitzfotos um Mitternacht sehen immer gleich aus: überbelichtete Gesichter, schwarzer Hintergrund, und keiner weiß mehr, wer abgedrückt hat. Drei von uns auf einem Stapel Baumstämme, im Crew-Shirt, mit dem Blick von Leuten, die noch nicht zurück ins Zelt wollen.
Die Fotos vom nächsten Morgen sagen alles, ohne etwas zu sagen: eine leere Flasche auf einem Baumstumpf, Dosen rund ums Zelt, ein Campingstuhl, der zu viel gesehen hat, und ein Handtuch, das am Zaun trocknet. Festival-Campingszenen, die wir gegen kein Hotel der Welt tauschen würden.
🪩 Die Discokugel


Mitten auf dem Gelände, zwischen den Bäumen und einem weißen Gebäude, hängt eine riesige Discokugel. Darunter immer: Leute mit riesigen Bierkrügen, Staff-Pässen um den Hals und dem Lächeln von jemandem, der seit drei Tagen nicht aufs Handy geschaut hat.
Dort haben wir das Foto mit Freunden von anderen Marken und Bands gemacht. Denn darum geht es: um eine kleine Szene, in der sich alle kennen, sich gegenseitig helfen und sich jeden Sommer wiedersehen.
🚐 Zurück auf die Straße

Das letzte Foto auf dem Film ist durchs Van-Fenster aufgenommen: einer von uns wartet am Straßenrand, hinter ihm eine Palme, die Sonne knallt. Das Ende der Reise – auch wenn wir das damals noch nicht wussten.
Warum wir euch das erzählen
Bei American Socks machen wir Socken, aber was uns wirklich antreibt, ist das hier: reisen, den Stand aufbauen, für Freunde kochen, in einen eiskalten Fluss springen und mit einem Film voller ungeplanter Momente nach Hause kommen.
Wir sind ein Haufen Freunde, die machen, was sie lieben. Und wenn ihr uns mal auf einem Festival über den Weg lauft, kommt vorbei und sagt Hallo. Wahrscheinlich gibt's Burger.
2026 ✓. 2027 … WANT MORE!!!













































